Am Ende war es noch ein sehr lehrreicher und schöner Tag trotz des widrigen Starts. Die weitere Lehre des Tages waren Gelassenheit und Zuversicht und dieser letzte Abend auf dem Camion in diesem Jahr war für mich ein sehr schöner Abschluss.
Kurz vor Mansilla hatte bin ich den Jungs voraus gelaufen, denn ich wollte einfach die Tageswanderung beenden und ins Bett, um mich aus zu kurieren. Voll Freude steuerte ich die erste Herberge an, die einladend mit gepflegten Garten und schönen Gartenmöbeln auf mich zu warten schien. Ich sah mich schon mein dort auf der Liege in der Sonne mein Schläfchen machen, war mir aber nicht sicher, ob es das Ziel war, was Paul-Hans uns so heiß empfohlen hatte. Der Rucksack lag schon in der Ecke und ich wollte gerade die Schuhe ausziehen, da schaute ich noch mal sicherheitshalber um die Ecke aus der Herberge den Weg zurück, wo denn Paul-Hans und Helmut blieben. Da kam auch Paul-Hans schon und schüttelte den Kopf und deutete mir aus der Ferne, dass das noch nicht das angestrebte Ziel war. Mit schweren Beinen und etwas verzweifelt nahm ich also den Rucksack wieder hoch von dem schönen Rasen, der so zum verweilen einlud , warf mir den Rucksack mit der letzen Energie auf den Rücken und es ging wieder auf die Straße. 'Es soll also noch schöner werden' dachte ich und folgte nun Paul-Hans und Helmut durch Mansilla. Der Weg nahm kein Ende. Da ich ja schon vermeintlich am Ziel war kam mir Mansilla nun unendlich groß vor. Einige Straßen weiter bog Paul-Hans dann endlich in unsere Herberge ein, die er schon vor sechs Jahren besuchte und in guter Erinnerung hatte. Was für eine Enttäuschung im Vergleich zu meinem ersten Ziel. Ein enger Und mit vielen Pilgern belegter Innenhof. Für die schönen Geranien an allen Wänden hatte ich erst mal keinen Blick. Nach den Formalitäten wurde uns ein 12-Bettzimmer zugewiesen, was ein Privileg sein sollte. Mir fehlte die Erkenntnis. Ich suchte sofort das Bett am Fenster, schmiess meinen Rucksack ab und lag im Bett und wollte mich nicht mehr fort bewegen.
Paul-Hans und Helmut boten all ihre Hilfe an und ließen mich dann in Ruhe. Irgendwann rappelte ich mich auf, duschte und trank einen Tee und schloss mich den Beiden zu einem Stadtrundgang an, ziemlich lustlos. Wir landeten auf eine warme und magenfreundlich Cola in dem Idyll meiner ersten spontan angesteuerten Herberge. Langsam kamen meine Lebensgeister zurück und wir kauften noch zum Abendessen ein - Bananen und eine Reisesuppe aus der Tüte.
Zurück in der engen Herberge wuselten unzählige Menschen geschäftig in der Küche rum und bereiteten ihr Abendessen, allen voran die Koreaner, wie schon berichtet. Ich setzte mich fast apathisch in die Ecke und Paul-Hans bereite mir die Suppe, trug sie mir auf und ich fühlte mich richtig privilegiert. Die Zwei verzogen sich dann zum Abendessen in das benachbarte Restaurant und ich schrieb in der Rezeption in einer Ecke meinen letzten Block und beobachtet das fröhliche Treiben um mich herum. Plötzlich, aus meiner Distanz nahm ich dann alles ganz anders wahr. Fröhliche Menschen bereiten gemeinsam ihr Essen, sangen, aßen und lachten. Erzählten ihre Geschichten vom Tage und machten neue Bekanntschaften.
Nach einer Weile ging ich nach nebenan ins Restaurant und holte Paul-Hans und Helmut vom Abendessen ab. Sie wollten mir von ihrem Essen vorschwärmen, doch das wollte ich noch nicht hören.
Wir machten einen weiteren Streifzug durch den Ort und es sah alles schon viel netter aus. Mir ging es zusehends besser und zurück in der Herberge wurden wir in dem, einige Stunden zuvor noch als eng und voll wahrgenommenen Patio, mit fröhlichem Gesang erwartet. Die Koreaner sangen ihre koreanischen Charts hoch und runter im Wechsel mit dem Gitarrenspiel von Ingo, unserem deutschen Muikus. Sofort wurden wir in den kreis mit einbezogen und jeder sollte aus seinem Land etwas zum Bestem geben. Was für ein schöner Abend, was eine tolle Stimmung, was für eine tolle internationale Gemeinschaft aus so vielen Nationen. Gut, dass ich am Morgen nicht sofort aus dieser herberge wieder weglief - ich hätte etwas verpasst!
Kurz vor Mansilla hatte bin ich den Jungs voraus gelaufen, denn ich wollte einfach die Tageswanderung beenden und ins Bett, um mich aus zu kurieren. Voll Freude steuerte ich die erste Herberge an, die einladend mit gepflegten Garten und schönen Gartenmöbeln auf mich zu warten schien. Ich sah mich schon mein dort auf der Liege in der Sonne mein Schläfchen machen, war mir aber nicht sicher, ob es das Ziel war, was Paul-Hans uns so heiß empfohlen hatte. Der Rucksack lag schon in der Ecke und ich wollte gerade die Schuhe ausziehen, da schaute ich noch mal sicherheitshalber um die Ecke aus der Herberge den Weg zurück, wo denn Paul-Hans und Helmut blieben. Da kam auch Paul-Hans schon und schüttelte den Kopf und deutete mir aus der Ferne, dass das noch nicht das angestrebte Ziel war. Mit schweren Beinen und etwas verzweifelt nahm ich also den Rucksack wieder hoch von dem schönen Rasen, der so zum verweilen einlud , warf mir den Rucksack mit der letzen Energie auf den Rücken und es ging wieder auf die Straße. 'Es soll also noch schöner werden' dachte ich und folgte nun Paul-Hans und Helmut durch Mansilla. Der Weg nahm kein Ende. Da ich ja schon vermeintlich am Ziel war kam mir Mansilla nun unendlich groß vor. Einige Straßen weiter bog Paul-Hans dann endlich in unsere Herberge ein, die er schon vor sechs Jahren besuchte und in guter Erinnerung hatte. Was für eine Enttäuschung im Vergleich zu meinem ersten Ziel. Ein enger Und mit vielen Pilgern belegter Innenhof. Für die schönen Geranien an allen Wänden hatte ich erst mal keinen Blick. Nach den Formalitäten wurde uns ein 12-Bettzimmer zugewiesen, was ein Privileg sein sollte. Mir fehlte die Erkenntnis. Ich suchte sofort das Bett am Fenster, schmiess meinen Rucksack ab und lag im Bett und wollte mich nicht mehr fort bewegen.
Paul-Hans und Helmut boten all ihre Hilfe an und ließen mich dann in Ruhe. Irgendwann rappelte ich mich auf, duschte und trank einen Tee und schloss mich den Beiden zu einem Stadtrundgang an, ziemlich lustlos. Wir landeten auf eine warme und magenfreundlich Cola in dem Idyll meiner ersten spontan angesteuerten Herberge. Langsam kamen meine Lebensgeister zurück und wir kauften noch zum Abendessen ein - Bananen und eine Reisesuppe aus der Tüte.
Zurück in der engen Herberge wuselten unzählige Menschen geschäftig in der Küche rum und bereiteten ihr Abendessen, allen voran die Koreaner, wie schon berichtet. Ich setzte mich fast apathisch in die Ecke und Paul-Hans bereite mir die Suppe, trug sie mir auf und ich fühlte mich richtig privilegiert. Die Zwei verzogen sich dann zum Abendessen in das benachbarte Restaurant und ich schrieb in der Rezeption in einer Ecke meinen letzten Block und beobachtet das fröhliche Treiben um mich herum. Plötzlich, aus meiner Distanz nahm ich dann alles ganz anders wahr. Fröhliche Menschen bereiten gemeinsam ihr Essen, sangen, aßen und lachten. Erzählten ihre Geschichten vom Tage und machten neue Bekanntschaften.
Nach einer Weile ging ich nach nebenan ins Restaurant und holte Paul-Hans und Helmut vom Abendessen ab. Sie wollten mir von ihrem Essen vorschwärmen, doch das wollte ich noch nicht hören.
Wir machten einen weiteren Streifzug durch den Ort und es sah alles schon viel netter aus. Mir ging es zusehends besser und zurück in der Herberge wurden wir in dem, einige Stunden zuvor noch als eng und voll wahrgenommenen Patio, mit fröhlichem Gesang erwartet. Die Koreaner sangen ihre koreanischen Charts hoch und runter im Wechsel mit dem Gitarrenspiel von Ingo, unserem deutschen Muikus. Sofort wurden wir in den kreis mit einbezogen und jeder sollte aus seinem Land etwas zum Bestem geben. Was für ein schöner Abend, was eine tolle Stimmung, was für eine tolle internationale Gemeinschaft aus so vielen Nationen. Gut, dass ich am Morgen nicht sofort aus dieser herberge wieder weglief - ich hätte etwas verpasst!
Hallo Ihr Lieben, wir verfolgen die Berichte aus Nordspanien mit Interesse. Sie lesen sich wie ein Reiseroman, und man kann sich gut ein Bild von der Landschaft machen, und wie Ihr in den Herbergen mal komfortabel, mal weniger komfortabel Eure müden Füße und Häupter bettet. Auch die Geräusche um Euch herum kann man förmlich hören. Es sind bestimmt wunderbare Stimmungen, die Ihr mit den anderen Pilgern erlebt. Hättet Ihr einen Film gedreht, wäre der sicher sehr bunt und kurzweilig. Wir wünschen Euch noch ein paar geruhsame Tage zum Ausspannen, bevor Ihr den Rückweg antretet. Wir freuen uns auf Eure Reiseberichte. Aber bitte nicht alles bei Eurem nächsten Jour am 12. Mai erzählen, denn da können wir nicht dabei sein. Wir freuen uns auf Euch, Frank und Harald
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