Paul-Hans, Helmut und Alexander, seit über 20 Jahren befreundet und verbunden durch die ihre Montagsgruppe, gehen gemeinsam auf den Jakobsweg über die Pyränen nach Burgos
Mittwoch, 16. Mai 2012
3. Tag, Dienstag, den 15. .Mai - Die Herausforderung
Camino Frances , der französische Weg, fängt mit dem schwersten Weg an. Von St.Jean de Pied geht es direkt gut 1000 Höhenmeter über die Berge. Dies ist das Stück der großen Herausforderung. Der Anstieg ist schon SEHR sportlich, doch das Wetter war uns hold und es lief sehr gut. Die Strecke bis Roncervalles dauerte 8 Stunden! Ohne Pause - und es gab sowiess nur eine Einkehrmöglichkeit nach den ersten 10 km und da waren wir noch fit.
Wir sind jetzt RIChTIG stolz!!! Kein Knie, keine Erschöpfung, kaum Hüfte...alles zwar am Limit aber nicht im roten Bereich. Die Belohnung war atemberaubend: Landschaft, so schön, Greifvögel in Greifnähe, Wildpferde auf den Bergen, Schafe, Ziegen, das frische grün der Buchenwälder und die vielen Fernblicke ins Tal. Man überholte die Mitpilger und wurde wieder überholt, man grüßte Bon Jour, Buenas Días, Hello und wünschte sich eine Buen Camino. Man fotogrfierte sich gegenseitig, ging allein in Gruppen ,zu Zweit, schweigend redend...ind allen Sprachen.
Und irgendwann nach der x-ten Steigung und Wegstrecke sahen wir endlich das Kloster von Roncavalles . Was für ein schönes Gefühl, als wir endlich unser konkretes Ziel sahen. Aber vom ersten Sehen und dem Erreichen des Klosters dauerte es dann doch noch gut eine Stunde und wir näherten uns über Stock und Stein von oben nach unten unserem Tagesziel.
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie das erste Bier zischte, natürlich erst, nachdem wir unseren Stempel im Carnet, das Bett in der Herberge und das Abendessen reserviert hatten. Der Muskelkater wird spektakulär morgen, doch da hilft nur eins: Weiterlaufen!!!!
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