Mittwoch, 16. Mai 2012

2. Tag, Montag, den 14.Mai - Ankunft in Südfrankreich











Auf dem Kölner Hauptbahnhof trafen wir Helmut.  Bernhard hatte ihn mit dem Auto von Wuppertal gebracht.   Es wurden noch ein paar Fotos geschossen zum Beginn unserer Reise und dann ging es auch ganz schnell schon ans verabschieden und ab in den Thalis nach Paris.  Die Luft war stickig und das Abteil voll.  nein, auch meine zweite Thalis Erfahrung war nicht angenehm.  Es ging wie im Bummelzug bis Brüssel und erst dann nahm der Zug ordentlich Geschwindigkeit auf.  Wir sahen schon etwas exotisch und fremd aus mit unser Ausrüstung, wahrscheinlich fiel uns das aber nur selbst so auf,  Der Wechsel vom Garde de Norde zum Garde de Austerlitz ging problemlos. Helmut hatte sich gut erkundigt und so fuhren wir mit der Metro von Bahnhof zu Bahnhof.  Um halb zehn konnten wir dann endlich den Zug besteigen, der uns im Liegewagen nach Bajonne bringen sollte.  Ein Abteil zu sechst...was ich zuvor über den Thalis sagte bezüglich Luft, wurde noch übertroffen, zumindest bis der Zug mal Fahrt aufnahm.  Die Nacht verlief dann dennoch ruhig uns wir schliefen doch auch einigermaßen.  Die Ankunft in Bayonne war unspektakulär,  wir hatten drei Stunden Zeit und Frühstückten frische Croissants in der Sonne im Straßencafe,   Der Urlaub begann.  Bayonne ist ein hübsches Städtchen mit großer gotischer Kathedrale, die wir ohne diesen Stop wahrscheinlich nie besucht hätten.  es wäre schade gewesen.  In der Kathedrale wurde ich dann doch sentimental und spendierte uns eine Kerze für einen guten Verlauf der Reise.   Mit einem kleinen Bummelzug - hier hatte ich auch nichts anderes erwartet und es war angemessen - fuhren wir dann  durch eine schöne Landschaft entlang der Nive bis St. jean Pied de Port im Baskenland.  Die Berge machten schon einen respektablen Eindruck: morgen wird das kein Spaziergang!  Hier haben wir nun unsere erste Herberge, allerdings mit einem Dreibettzimmer noch sehr komfortabel.   Das Örtchen ist sehr hübsch, wenn auch der Touristenanteil bei gefühlten 200 Prozent zur Normalbevölkerung liegt. ...und wir mitten drin ! Die Zitadelle war schnell besichtigt, der Ort erkundet und der Weg morgen früh   ausgemacht, für unsere erste Wanderetappe auf dem Camino. Gleich freuen wir uns aber noch auf das erste Pilgermenue im Kreis der anderen Hausgäste, einem bunten Haufen aus aller Welt. Und schon sind wir wieder bei den Begegnungen...dann schnell schlafen, denn wir wollen endlich los!

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