Montag, 16. April 2012

El Plan

Nein, nicht im Sommer sollten wir laufen, das ist viel zu heiß, vorher waren die Wochen auch schon irgendwie verplant, denn schließlich ist die Zeit von Rentnern immer sehr eng bemessen und ich habe es nun schließlich gleich mit zwei Rentnern zu tun; 0bwohl ich ehrlicherweise auch nicht einfach in meiner Terminplanung war.  
So wurde ein Zeitfenster zwischen zwei Dienstreisen, dem 80. Geburtstag meiner Mutter, Paul-Hans Urlaub in Polen und Helmuts Ausflug nach Berlin gefunden.  Die letzten zwei Wochen im Mai wollen wir nun unser Vorhaben umsetzten, wir starten am 13. Mai und werden Pfingstsonntag, den 27. Mai hoffentlich wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken zurück kehren.  


Das Rad nicht immer neu erfinden, so sollte es sein, also sollte die Anreise wie damals 2008 von Paul-Hans ablaufen.  Weit gefehlt zu denken, die Buchung wäre vier Internetjahre, also gefühlte unzählige Piraten-Generationen später, einfacher geworden.  Schimpfe noch mal jemand über die die Deutsche Bahn, denn in Frankreich einfach den gewünschten Zug über das Internet zu buchen, den Paul-Hans ja schon mal erfolgreich und zufrieden vier Jahre zuvor genommen hatte, erschien unmöglich.   
Wir standen also wie vier Jahre zuvor, also gefühlte endlose Grufti- und Internet-Dummyjahre, vor dem Tresen der Bahn am Düsseldorfer Hauptbahnhof.  Wartenummer 78, Schalter Drei: "Dreimal für den 13.5. einfache Fahrt von Düsseldorf nach Gare du Nord, Paris und weiter mit dem Nachtzug im Liegewagen von Gare d'Austerlitz nach Bayonne und mit dem Lokalzug nach St Jean Pied de Port, BITTE". Die freundliche Dame am Schalter gelangweilt, professionell:"wie schreibt man dat".  Nach einigem hin und her, die Dame des Schalters Drei schlug unsere Computerreservierungsversuche mit Leichtigkeit und nach nur 15 Minuten hatten wir alle Optionen durchdiskutiert, reserviert, gekauft, die Karten bezahlt und gedruckt in unseren Händen. Männer sollten doch öfter mal einfach fragen, statt nur auf die Technik zu vertrauen; und Arbeitsplätze von freundlichen Damen hinterm Schalter der Bahn sichert es auch noch.
Der Rückflug war die nächste Herausforderung, doch die haben wir doch über das Internet gemeistert, wenn auch mit zusätzlicher telefonischer Klärung.  Das lag aber natürlich nur daran, dass wir es mit einer irischen Billig-Airline zu tun haben.  Wir werden dann hoffentlich von Bilbao wieder zurück fliegen in die niederrheinische Provinz (angeblich BEI Düsseldorf, wenn 40km nicht eine leichte Untertreibung von BEI sind).
Zuviel wollen wir gar nicht planen, bis auf eine Unterkunft in St Jean am Anfang und in Bilbao am Ende.  Der Rest der Reiseplanung wird sich zeigen.  Die Reiseführer haben wir noch und das Spanische Fremdenverkehrsamt legt immer noch kostenlos den praktischen Wanderführer für den Jakobsweg auf.  Die Packliste war auch schnell noch mal geschrieben und hoffentlich guter Ratgeber für Helmuts Einkäufe für die Ausrüstung...aber da sind wir schon bei den Vorbereitungen: Los Preparativos











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