Paul-Hans, Helmut und Alexander, seit über 20 Jahren befreundet und verbunden durch die ihre Montagsgruppe, gehen gemeinsam auf den Jakobsweg über die Pyränen nach Burgos
Montag, 21. Mai 2012
8.Tag, Montag, den 21. Mai - Torre del Rio - Logroño
Gestern nach kurzer Regeneration haben wir noch das Highlight von Torre del Rio besichtigt: "Kirche des heiligen Grabes Iglesia del Santo Sepulcro " wiedrum ein sehr ungewöhnlicher achteckiger Bau mit beindruckender wunderschöner Kuppelkonstruktion aus dem 12. Jahrhundert. Carmen wacht über dieses Kleinod und da es so kalt war kam sie nur auf Bestellung, um die Kirche zu öffnen und das Licht anzuschalten. Sie erzählte dann, dass es nur zwei dieser Bauwerke in Spanien gibt. Das andere Bauwerk hatten wir erst vor zwei Tagen besucht: Santa Maria de Eunate, dieser ungewöhnliche Kraftort auf der grünen Wiese und nun hier ober auf dem Berg in diesem kleinen Ort wieder eine achteckige Kirche.
Heute ging es erst mal im Trockenen los, doch der Wetterbericht hatte auch für heute schlechtes Wetter angesagt. Na ja, drei Tage schlechtes Wetter in zwei Wochen wäre Zu verschmerzen und die Bauern warten auf den Regen, der Wind war sehr aufgefrischt und so gingen wir schnellen Schrittes los, um erst mal den Körper auf Betriebstemperatur zu fahren und nicht zu frösteln. Leider kam dann doch schon bald der erste Schauer - nur leicht, doch der Wind wurde stärker und wir behielten die Capes als Schutz gegen den Wind dann an. Es war wieder die liebliche seichte und offene Hügellandschaft und wir waren deshalb dem Schneidenden Wind schutzlos ausgeliefert. Die Landschaft zersiedelte sich mehr und mehr. Die gestern noch endlos erscheinenden Getreidefelder wurden kleiner und kleiner und wechselten sich ab mit größer werden Weinfeldern.....wir kommen dem Rioja näher.
Langsam liefen wir auf die Kleinstadt Viana zu und mussten dann erst einmal durch hässlichere Industriezone. Der mittelalterliche Stadtkern überraschte dann mal wieder mit einer grandiosen gotischen Kirche Iglesias de Santa Maria.
Wir rasteten im Ort in einer Bar und rafften uns nur mühsam auf, weiterzugehen. Es war der Wind, der diese Strecke so strapaziös machte...immer von vorn, anders wäre ja zu einfach.
Wir beschlossen schon unterwege, in Logroño in ein privates Hostal zu gehen. Direkt am Ortseingang erwartete uns das Pilgerbüro mit praktischen Hinweisen zur Unterkunft. Wir gingen schnurstracks zum Hostal Villa und nahmen zwei Zimmer in beschlag, machten uns frisch...und vielen erst einmal in einen tiefe Siesta. 20km waren für heute genug!
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Hallo Männer,
AntwortenLöschennun, wo das Wetter hier einigermaßen warm, wenn auch bedeckt, ist, habt ihr offensichtlich mit dem Regen zu kämpfen. Allerdings könnt ihr froh sein, dass ihr nicht Verhältnisse wie gestern in der Eifel erleben müsst. Dort wurden aus einem Ort mehrere Lastwagen mit Hagel abtransportiert. Aber sicher werdet ihr euch am Abend jetzt doch wohl einen leckeren Rioja gönnen und so mit den Strapazen des Tages versöhnt.
Ich werde heute mal zu Jakobus dem Älteren beten, dass Paul-Hans' Blasen schnell verheilen. So etwas ist ja nur lästig.
Lasst Euch nicht unterkriegen und pilgert tapfer weiter. Das wünscht euch verbunden mit einem buen Camino
Bernhard