Paul-Hans, Helmut und Alexander, seit über 20 Jahren befreundet und verbunden durch die ihre Montagsgruppe, gehen gemeinsam auf den Jakobsweg über die Pyränen nach Burgos
Donnerstag, 17. Mai 2012
5. Tag, Donnerstag, den 17.5. - Zubiri - Pamlona - "Wege"
Die Herberge in Zubiri war sehr schön gewesen. In unserem Achtbettzimmer waren wir autark und praktisch eingerichtet und wir teilten uns das Zimmer z.B. mit saarländischen Ex-Bergleuten, einem Hessen und einem Spanier. Das Pilgeressen ist diesmal eine Erwähnung wert, denn es wurde typisch navarrisch gekocht. Es war sehr schmackhaft und es gab wieder nette Tischgesellschaften.
Morgens hatten wir leider den Eindruck, dass Bergleute noch Schwierigkeiten zwischen Tag und Nacht haben, denn ab halb sechs rödelten sie an ihrem Gepäck und sie wollten auf den Camino. Wir hatten alle das gleiche Tagesziel. In dieser Nacht lag ich auch mal wach und im Halbschlaf grübelte ich über "Wege" im allgemeinen. Meine Cousine kam mir in den Sinn, die seit über zehn Jahren ihren Weg läuft mit ihrem gerade verstorbenen Mann und der alten Mutter, meiner Tante, pflegebedürftig im Haus. Da ist dieser Weg pillepalle.
Als wir die Herberge verließen - graute dem Morgen :) es war frisch, wir waren noch müde und die Knochen waren noch nicht sortiert. Es ging ähnlich dem Vortag dem Fluß Arre entlang durch Wälder und immer wieder über steinerne mittelalterliche Bogenbrücken. Es war eine schnelle Strecke, denn sie war flach und gegen Mittag waren wir schon in Pamplona. Immerhin, wir hatten mal wieder ca. 20 km geschafft. Paul-Hans hat es jetzt aber erwischt, seine Zehen sind blutig und diesmal wäre er keinen Schritt weitergegangen; Anders als vor vier Jahren, denn da war Pamplona nur ein Zwischenstopp. Wir haben unser Quartier jetzt einer schönen deutschen Herberge, betrieben von Pamplonas Partnergemeinde Paderborn.
Nach der Dusche und der obligatorischen kleinen Wäsche unser Klamotten, sind wir in die Stadt gegangen. Überall bekannte Gesichter der letzten Tage. Es ist schön, ein wenig familiär. Stadtrundgang, Rathaus, Kathedrale...
Jetzt haben wir sogar noch etwas Zeit zur Muße, gönnen uns ein Stück Kuchen im Jugendstil Café Iruña in der Stadtmitte und freuen mal wieder auf das Abendessen. Verdient haben wir es uns ja.
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Hallo Ihr Wanderjungs, viele Grüße aus Essen von Johannes. Ich beneide Euch!! Ich habe vorige Woche einen Wanderversuch unternommen - 16 km, bin ganz stolz auf mich, nächste Woche werde ich dann 22 km in Angriff nehmen. Die Behandlung des Krankengymnasten mit seinen heilenden Händen ist wirklich gut.
AntwortenLöschenMorgens geht es mit jetzt auch wesentlich besser.
Das hört sich wirklich alles toll an, was Ihr aus den Pyrenäen schreibt, muss ja eine tolle Gegend sein. Ich wünsche Euch noch tolle Eindrücke, schöne und interessante Begegnungen und wenig Blut.....
viele Grüße
Johannes
Hallo Ihr Pilger,
AntwortenLöschenmit viel Interesse habe ich eure Schilderungen nun gelesen und stelle fest, dass doch alles sehr einfach ist (Herbergen etc.) lese aber auch, dass ihr durch die wunderschöne Landschaft und den Begegnungen dafür mehr als entschädigt werdet. Schön, dass alles bisher so gut verlaufen ist. Allerdings hoffe ich, dass Paul Hans Blasen bald abheilen. Helfen denn die Blasenpflaster?
Hoffe, dass das Wetter einigermaßen gut ist. Die Wetterkarte zeigt ein Tief über Spanien und hier ist es nur sehr mäßig schön.
Euch wünsche ich, dass es weiterhin so gut läuft wie bisher.
Buen Camino
Bernhard